Stefan Hoevel am 24. October 2008 um 10:12
24102008
Das Fazit des ADC BIC Kongress in Berlin: Das Marketing und die Werbewelt verändern sich – diese Botschaft war endlich auch einmal aus etablierten Kreisen der deutschen Werbebranche zu hören. Dies überrascht umso mehr, als ich im Vorfeld des ADC BIC Kongress große Zweifel hatte, dass ein Verband wie der ADC heute schon zu diesen Erkenntnissen bereit ist (es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich den ADC einige Monate in der Auswahl der Themen und Speaker begleitet hatte). So begann der Kongress denn auch mit einem Streifzug durch die „neue Kreativität“ im Sinne des viralen Marketing und durch die Best Practices der Amerikaner, vorgestellt u.a. durch Chuck Porter (Crispin Porter + Bogusky). Mit anderen Worten - Burger King reloaded.
Dramatische Zitate fielen kurz danach von Colleen DeCourcy: „Looking for the silver bullet is killing us“ und „The BIG IDEA is over!“ Es scheint, als ob nun auch in Cannes langsam düstere Wolken aufziehen.
Alexander Koerner am 6. October 2008 um 14:52
6102008
Was ist eigentlich Marketing 2.0? Warum gewinnt es so massiv an Bedeutung und wie funktioniert es? Diese und ähnliche Fragen begegnen uns tagtäglich in vielen Gesprächen. Ein guter Grund noch ein wenig Basiswissen zu schaffen.
Mit unserem Online-Tutorial haben wir versucht die wichtigsten Fragen zu ‘Marketing 2.0′ zu beantworten. Unterlegt mit vielen Usecases verschafft das vertonte Tutorial in rund einer Stunde einen Überblick, legt einen roten Faden durch den Begriffsdschungel und ermöglicht es dem Betrachter seine bestehenden Erkenntnisfragmente zu einem geordneten Gesamtbild zusammen zu führen.
Stefan Hoevel am 4. September 2008 um 14:36
4092008
In an open economy, marketing needs to be open as well. Since every consumer can already decide what content or communication he wants to listen to, when and in which format, marketing is less and less effective in forcing the consumer to listen to more and more irrelevant messages. Therefore broadcasting is on a decline and customized information-on-demand is just a click away. No doubt that marketing has to change. But will it change the way consumers interact?
Let’s talk about the developments around word-of-mouth. Word-of-mouth as an effect is well known. Markets work this way since thousands of years. But since the Cluetrain Manifesto declared „markets are conversations“ the focus of marketing shifted towards this effect and turned it into a brand-new marketing tool. Since marketers understood that positive buzz travels quickly, they tried to trigger this effect. And the digital landscape and the networked society made it easier to create viral effects – or at least the marketers thought so.
Research shows that the US market is about 3-5 years ahead in marketing innovation and therefore marketing innovation also created word-of-mouth marketing long before European marketers thought about it. Today more than 50% of all US marketers (according to various studies) use word-of-mouth marketing techniques and a growing number of agencies offer innovative services. But it doesn’t mean that word-of-mouth wasn’t existing before – and here we come to a very basic but very important insight: Word-of-mouth as an effect is existing since human being is able to speak. Word-of-mouth as a marketing target is existing since marketers try to trigger it. But word-of-mouth marketing as a tool is brand-new. And it means that companies and brands take the step forward from B2C communication to interfere in C2C communication. Lesen »
Stefan Hoevel am 3. September 2008 um 15:52
3092008
Vom 04.-09.09.2008 findet in Linz die Ars Electronica statt. Im Rahmen der “Mission Future” wird unter dem Titel „We´re open: How open minds and open industries are shaping the world.“ die Zukunftsfähigkeit der neuen ökonomischen Open-Mentalität beleuchtet, ihre praktische Umsetzbarkeit diskutiert und branchenübergreifend Ideen ausgetauscht.
Wir freuen uns, im Rahmen dieses weltweit größten Festival für Computerkultur und Digitalen Lifestyle das Konzept des Marketing 2.0 präsentieren zu dürfen.
Zusätzlich vergeben wir zwei Tickets an Privatpersonen gratis und zwei Tagestickets an Firmenkunden zu einem reduzierten Ticketpreis ab. Anreise muss allerdings selbst gebucht werden. Bei Interesse bitte gerne melden.
Die Session mit Stefan Hövel findet am Montag, den 08.09.2008 statt.
Stefan Hoevel am 19. August 2008 um 17:52
19082008
Social Media bestimmt die Schlagzeilen und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Egal ob im Kontext von Social Media Analysen, Social Media Monitoring, Social Media Releases oder damit zusammenhängend einer ganzen Social Media Industry. Doch was oder wer verbirgt sich dahinter? Im weitesten Sinne wohl jedes Unternehmen, das sich mit Social Media befasst, also Agenturen, Marktforschungsunternehmen, Medien, Community- und Social Network Betreiber und vieles mehr. Und natürlich das Individuum als Lieferant der Inhalte.
Doch wo sind die Social Media Experts? Es ist scheinbar eine Spezies, die zwar bei spezialisierten Dienstleistern, in den Unternehmen selbst aber noch nicht anzutreffen ist. Bedeutet es möglicherweise, dass es für eine der grössten Veränderungen in den Medien und dem Marketing auch keine Positionen gibt? Eine kurze Analyse auf xing ergab tatsächlich weniger als eine Handvoll Fachkräfte, die heute explizit mit diesem Themengebiet bei einem Markenartikler betraut sind. Die Vermutung liegt somit nahe, dass das Thema möglicherweise vollständig outgesourced wird, analog bisheriger Marktforschungsaufgaben. Bedenklich ist dabei die extrem niedrige Priorität im Vergleich zu dem wachsenden Massnahmenkatalog (z.B. Word-of-Mouth- oder Viral-Marketing), mit dem Social Media (oder Buzz) erzeugt werden soll und zugleich die Diskrepanz zwischen Bedeutung und Ressourcen im Vergleich zu klassischer Marktforschung. Lesen »
Alexander Koerner am 8. August 2008 um 15:23
8082008
Die Fortsetzung von ‘Als der Verbraucher die Werbung verließ‘ zeigt wunderschön überzeichnet wie überfordert klassische Marketeers von der neuen Marktrealität und der neuen Rolle der Verbraucher häufig sind.
In einem aktuellen Artikel in der wuv gelesen: Oliver Voss, Vorstand Jung von Matt und Leiter der Miami Ad School Europe äußert sich auf seiner eigenen Website via Video zum Thema virales Marketing.
Was ist hieran spannend bzw. wert darüber zu bloggen? Ganz einfach – nun haben auch die großen Agenturen virales Marketing als „Big Business“ entdeckt. Und zwar als Strategie, um den „alten Dampfer“ Advertising auf Kurs zu halten. Was Oliver Koss (und andere Werber) im Video (Online Stars) nämlich suggerieren, ist in Kurzform Folgendes:
- Virals können alle machen, die kreativ sind (also nicht nur Spezialagenturen)
- Virals sind nicht billig (Agenturen dürfen in der Kreation also teuer sein)
- Virals substituieren Advertising, sind aber eigentlich Advertising
- Cross-mediale Verwendung von Virals ist möglich und damit auch Aufgabe einer Leadagentur
- Virals sind auch langfristig anlegbar, d.h. ganz im Stile von Kampagnen
- Seedingkosten = Mediakosten
Somit funktioniert das alte Advertisingmodell immer noch, da auch die Mediaagenturen versuchen, das virale Seeding heute buchbar und planbar zu machen. 2008/2009 wird also verspätet, aber doch noch verstärkt den Einzug des viralen Themas in den großen Agenturen bringen. Dies macht Werbung per se sicherlich unterhaltsamer, ist aber auf der anderen Seite auch äußerst bedenklich. Warum? Lesen »
Alexander Koerner am 25. June 2008 um 13:53
25062008
Meine letzte Post über die Ergebnisse der ‘Digital Influence Index Study‘ stellte vor allem auf die Auswirkungen für das Marketing ab.
‘Netzökonom’ Holger Schmidt von der F.A.Z. taucht in seinem heutigen Blogbeitrag noch etwas tiefer in die Materie ein und illustriert anschaulich, wie stark sich die einzelnen Informationsquellen im Web auf spezifische Verbraucherentscheidungen auswirken. Lesenswert!